6 Gründe, warum ein Bäuchlein bei Männern gesund und attraktiv ist

Studie erteilt dem Waschbrettbauch eine Absage und zeigt, dass ein Bäuchlein bei Männer gesund und dazu attraktiv sein kann. Hier kommen 6 gute Gründe.

Ist ein flacher Bauch wirklich gesund?
Quelle: IMAGO / Panthermedia

Nicht nur Frauen spüren einen Druck, den körperlichen Idealen von Außen gerecht zu werden. Auch viele Männer schwitzen in Fitnessstudios vor sich hin, um endlich den ersehnten Waschbrettbauch zu ergattern – schließlich sieht das ja schon gesund aus und den Frauen gefällt es allemal, wird einem zumindest durch die Gesellschaft und Popkultur suggeriert. Doch die gute Nachricht für alle, die mit Stolz ihre kleine Wampe tragen: Beides scheint gar nicht der Wahrheit zu entsprechen. Das sagt zumindest Richard Bribiescas, der an der Yale-Universität (USA) die Professur für Anthropologie innehat. Seine Studie zeigt, dass ein Bäuchlein durchaus gesund und dazu auch noch attraktiv sein kann.

Was Bribiescas Studie genau behauptet, und welche 5 Gründe dafür sprechen, zeigen wir euch in diesem Artikel.

Die Fettschicht am Bauch könnte evolutionär gesehen, Vorteile bieten.
Quelle: IMAGO / Westend61

#1 Natürliche Fettschicht

Dieses klein bisschen überschüssige Fett kann einige Vorteile haben: für den Körper ist es eine brauchbare Energiereserve für stressige Phasen oder Krankheiten. Außerdem sei diese Fettschicht für Frauen evolutionär gesehen attraktiv und das hat einen bestimmten Grund. Der Anthropologe Richard Bribiescas zeigt auf, dass es einen Zusammenhang zwischen einem langsamen Stoffwechsel und väterlichen Gefühlen zu geben scheint. Es wird die „Dicke-Männer-Hypothese“ genannt. Das hormonelle Milieu bei einem langsamen Stoffwechsel unterstützt, so Bribiescas, den väterlichen Einsatz. Und eben das ist für Frauen extrem attraktiv. 

Außerdem wirken sie auch etwas gemütlicher:

Ein Dad-Bod ist für viele Frauen ein schönes Zeichen.
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#2 Der Dad-Bod 

Zu deutsch wäre es wohl ein „Papa-Körper“. Papas haben einen anderen Fokus, setzen andere Prioritäten. Wie trainiert der eigene Körper ist, ist nicht mehr ganz so wichtig. Der „perfekte“ Dad-Bod ist zwar fit und stark, aber eben auch mit ein bisschen Speck. Der Papa hat keine Zeit für viele Stunden im Gym, der Papa isst gerne mit seiner Familie, kocht vielleicht sogar gerne, verbringt gemütliche Abende auf der Couch und schöne Sonntage am Frühstückstisch. Ein Mann mit einem Bäuchlein wirkt gemütlich und so, als ob er ganz bei sich wäre.

Außerdem signalisiert der Speck noch etwas anderes: 

Der speckige Bauch kann für Sicherheit und Wohlstand stehen.
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#3 Zeichen für Wohlstand und Sicherheit

Ein wenig mehr auf den Rippen kann auch als Zeichen von Wohlstand und Sicherheit gesehen werden. In vielen Kulturen ist ein gewisser Körperumfang ein Zeichen dafür, dass der Mann in der Lage ist, seine Familie zu ernähren und so für sie zu sorgen. Es ist ein Symbol für Wohlstand und Stabilität. Männer mit einem Bäuchlein wirken oft weniger gestresst und vermitteln den Eindruck, dass sie sich in ihrer Haut wohlfühlen. In einer Welt, die oft von Unsicherheiten geprägt ist, kann die Ausstrahlung von Sicherheit und Geborgenheit für viele Frauen besonders anziehend sein. Ein Bäuchlein ist also nicht nur ein physisches Merkmal, sondern auch ein emotionales Signal, das beruhigend und attraktiv wirkt. Auch der eigene Druck, einen angeblich perfekten Körper haben zu müssen, kann dadurch sinken.

Doch das ist nicht der einzige Vorteil.

Durch das Verhalten des Partners wird auch das eigene beeinflusst.
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#4 Ihr beeinflusst euch gegenseitig 

Leider gibt es bis heute noch die Vorurteile, dass ein Mann größer, schwerer und stärker sein muss als seine weibliche Partnerin. Das setzt nicht nur Männer unnötig unter Druck – vor allem über Dinge, wie die Größe, die sich vielleicht gar nicht ändern lassen – als auch Frauen. Im Umkehrschluss bedeutet das nämlich, dass der weibliche Part einer heterosexuellen Beziehung leichter und kleiner sein muss. Für viele Frauen nimmt es den Druck enorm, wenn der Mann eben selbst ein bisschen speckig ist. Außerdem kennt man es wohl, dass man sich auch durch den Lebensstil schnell unter Druck gesetzt fühlt. Geht er ständig zum Sport, fühlt sie sich vielleicht faul. Isst er nur gesund, schmeckt ihre Süßigkeit gefühlt schlechter. Natürlich ist es auch schön, gemeinsam Sport zu treiben. Auch hier ist es wohl zum einen Typ-abhängig und zum anderen eben eine Frage des Maßes. 

Weiter geht es:

Das Bäuchlein kann einen gemütlichen Lebensstil widerspiegeln.
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#5 Entspannter Lebensstil

Männer mit einem Bäuchlein verkörpern oft einen entspannteren Lebensstil. Sie sind diejenigen, die das Leben in vollen Zügen genießen und nicht ständig Kalorien zählen oder sich im Fitnessstudio quälen. Sie sind die, die sich hin und wieder ein Stück Kuchen gönnen und die nicht auf jedes Gramm achten. Diese entspannte Lebenseinstellung kann anziehend wirken, da sie das Streben nach Perfektionismus relativiert und den Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben legt: Genuss, Freude und Gelassenheit. Ein Mann, der sich selbst auch mal eine Pause gönnt, strahlt eine anziehende Ruhe aus, die in unserer hektischen Welt oft verloren geht.

Das bringt uns zu einem weiteren, charmanten Aspekt:

Ein Bäuchlein ist für viele sympathisch.
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#6 Sympathie und Bodenständigkeit

Ein Bäuchlein kann auch Sympathie und Bodenständigkeit signalisieren. Männer mit einem kleinen Bauchansatz wirken oft nahbarer und weniger arrogant, als ihre durchtrainierten Pendants. Sie zeigen, dass sie menschlich sind, mit Ecken und Kanten, und das kann besonders sympathisch wirken. Frauen fühlen sich oft zu Männern hingezogen, die humorvoll und unprätentiös sind – Eigenschaften, die oft mit einem Bäuchlein assoziiert werden. Solche Männer wirken nicht wie die, die sich ständig selbst optimieren müssen, sondern wie diejenigen, die das Leben mit einem Augenzwinkern betrachten und bereit sind, über sich selbst zu lachen.

Allerdings gibt es auch Grenzen!

Zu viel Körperfett ist schädlich für die Gesundheit.
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Aber Achtung: Das Bäuchlein muss im Rahmen bleiben

Natürlich ist es wichtig, dass das Bäuchlein im Rahmen bleibt. Ein gesundes Maß ist entscheidend, denn ein zu großer Bauchumfang kann gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Es ist wichtig, sich regelmäßig zu bewegen und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um die positiven Aspekte eines Bäuchleins zu genießen, ohne die Gesundheit zu gefährden. Ein bisschen Speck ist sympathisch und gesund, zu viel davon kann jedoch das Gegenteil bewirken. Es geht darum, die Balance zu finden, um sowohl das Wohlfühlen im eigenen Körper, als auch die eigene Gesundheit in Einklang zu bringen.

Und schließlich gibt es noch ein weiteres Aber:

Zwischen der körperlichen Fitness und der Libido gibt es einen Zusammenhang.
Quelle: IMAGO / Shotshop

Körperliche Fitness und die Libido

Da gibt es zwei Seiten der Medaille: das Bäuchlein geht oft mit einer erhöhten Libido einher. Männer, die sich nicht ständig im Fitnessstudio aufhalten, haben oft mehr Energie und Zeit für romantische Unternehmungen. Ein entspannter Lebensstil kann dazu beitragen, Stress abzubauen und die körperliche Fitness zu fördern, was wiederum zu einer gesteigerten Libido führen kann. Ein Mann, der sich in seiner Haut wohlfühlt und sich nicht ständig mit Fitnessplänen und Diäten beschäftigt, kann sich voll und ganz auf seine Beziehung konzentrieren, was sowohl für ihn als auch für seine Partnerin von Vorteil ist. Die andere Seite ist allerdings, dass zwischen körperlicher Fitness, Ausdauer und der Libido ein wichtiger Zusammenhang besteht. Ein besonders guten Drive sollen so Männer haben, die zum Beispiel Langstreckenläufer sind. Manche kennen das vielleicht, je unfitter du dich fühlst, umso schneller geht es im Bett auch zu Ende. Da ist wohl auch ein gutes Mittelmaß das Beste.

Richard Bribiescas hat übrigens noch einiges mehr über den männlichen Körper zu sagen:

Richard Bribiescas beschreibt viele wichtige Fakten über den männlichen Körper und die Evolution.
Quelle: Amazon.de
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„How Men Age“ (2016)

Über Richard Bribiescas haben wir ja schon zu Beginn des Artikel gesprochen. In seinem Buch „How Men Age“ (2016)  – du deutsch: „Wie Männer altern“ – geht es um den männlichen Körper und die männliche Gesundheit. Richard Bribiescas erklärt, wie die Evolution das Altern von Männern geprägt hat und welche biologischen Gründe hinter typischen Veränderungen wie Haarausfall, Muskelabbau oder sinkendem Testosteronwert stecken. Dabei zeigt der Autor, dass viele dieser Prozesse nicht nur Nachteile sind, sondern auch zur Entwicklung menschlicher Stärken wie Fürsorge, Langlebigkeit und Fruchtbarkeit beigetragen haben. Das Buch bietet einen spannenden, neuen Blick auf das Älterwerden von Männern – und auf die Rolle, die ältere Männer in der Evolution des Menschen gespielt haben.

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