Das zeichnet eine echte Männerfreundschaft aus
Wahre Männerfreundschaft ist gold wert. Das weiß wohl jeder Mann, der so einen guten Freund hat. Doch was macht diese Freundschaft aus? Wir verraten es.

,,Ein Freund, ein bester Freund, das ist der größte Schatz, den's gibt!" Diesem Lied von 1930, das für die Tonfilm-Operette ,,Die Drei von der Tankstelle" geschrieben wurde, würde wohl jeder Mann sofort zustimmen. Eine echte Männerfreundschaft ist einfach pures Glück. Denn wenn mal was schiefläuft, hat man immer einen Kumpel zur Seite, der einen wieder aufbaut. Egal, ob das jetzt mit einem guten Gespräch, einem gemeinsamen Barbesuch oder einer Motorradtour passiert. Aber was macht eine echte Männerfreundschaft wirklich aus? Wir verraten es euch!
Einen guten Freund zu finden, ist oft nicht so leicht. Doch wenn man geschafft hat, führt man ein besseres Leben...

So schließen Männer Freundschaften
Die Psychologie hat schon oft festgestellt, dass Männer nicht so schnell neue Freunde finden, wie es Frauen tun. Todd B. Kashdan, Psychologie-Professor an der George Mason University, USA, erklärt, dass Männer häufig an den Freundschaften aus ihrer Schul- und Lehrzeit festhalten, weil sie neben dem Job oft Probleme haben, neue Freundschaften zu schließen. Das liege daran, dass Männer sich nicht so schnell öffnen und eine neue Bekanntschaft selten die Chance hat, sich zu einer Freundschaft zu entwickeln, weil man viel im Beruf eingespannt ist. Da hat man dann wohl weniger Zeit sich zu öffnen.
Doch die deutsche Psychologin Susanne Altweger bestätigt, dass Freundschaften auch für Männer sehr wichtig sind, weil sie sonst sozial verkümmern. Was macht eine echte Männerfreundschaft aber nun dabei aus?

Gemeinsame Interessen bilden enge Beziehungen
In einem Interview mit rp bestätigt Altweger, dass gemeinsame Interessen die Grundlage der meisten Männerfreunschaften sind. Denn dabei kann man automatisch gemeinsamen Hobbys, wie Kino, Motorradfahren und Hobbys nachgehen.
Unter Männern beispielsweise direkt über Gefühle zu sprechen sei dagegen verpönt, erklärt Altweger, das treibe den Adrenalinspiegel in die Höhe. Was nicht heißen soll, dass nicht über Emotionen oder Lebenskrisen reflektiert werde. Zum seelischen Ausgleich sei dies auch notwendig.
Und wer so einen guten Freund in seinem Leben hat, profitiert auch noch anders davon...

Freundschaft: Gut für das Selbstbewusstsein und den Körper
Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass Menschen mit funktionierenden sozialen Netzen seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depressionen leiden. Eine ernste Sache also, denn Männer leiden nicht selten an Depressionen. Zudem schüttet der Körper weniger Stresshormone aus, wenn bei Prüfungssituationen ein Freund dabei ist – und erhöht stattdessen die Produktion des Kuschelhormons Oxytocin. Generell wird das Leben mit Freunden als weniger bedrohlich empfunden. Denn wenn man nicht alleine ist und für andere wichtig ist, kann man Entscheidungen mit jemandem teilen. Das alles hilft ein sinnhaftes Leben zu führen.
Das sind viele gute Gründe, um mit dem besten Freund mal wieder länger abzuhängen! Woran erkenne ich eigentlich eine gute Freundschaft? Ganz einfach: An den folgenden 5 Merkmalen…

1. Sie sind auch in schweren Zeiten da
Echte Freunde merken, wenn es dir schlecht geht und sind in schweren Zeiten für dich da, wohingegen falsche Freunde verschwinden, kaum dass du ihnen nichts mehr nutzt. Ein echter Freund ist nicht nur bei Sonnenschein an deiner Seite!
Auch der nächste Punkt ist typisch für wahre Freunde…

2. Sie akzeptieren deine Macken
Sind wir doch mal ehrlich, wir alle haben Dinge, die andere stören und die uns wiederum an anderen stören. Doch ein echter Freund sieht über die kleinen Macken hinweg, denn er liebt dich mit all deinen Eigenheiten. Während falsche Freunde dich immerzu auf Unzulänglichkeiten hinweisen.
Wie sieht das Verhalten guter Freunde im Streit aus?

3. Trotz Streit Freunde bleiben
Wahre Freunde bleiben auch Freunde, wenn sie miteinander streiten oder die Meinung des anderen nicht nachvollziehen können. Wohingegen falsche Freunde sich immerzu behaupten und recht haben müssen.
Wie sieht es mit Problemen aus?

4. Sie sind der Fels in der Brandung
Wenn du Probleme hast, bauen dich deine Freunde auf, sie geben dir Halt und sind ein echter Ruhepol. Gemeinsam geht ihr eure Probleme an. Falsche Freunde erkennst du dagegen daran, dass sie dich mit ihren eigenen Problemen belasten, obwohl sie wissen, dass du dafür gerade keinen Kopf hast.
Und wie sieht es mit Kontakt aus?

5. Sie melden sich, weil du ihnen fehlst
Ganz klar: Echte Freunde melden sich, weil du ihnen fehlst und nicht - wie falsche Freunde - nur wenn sie etwas von dir wollen. Du zählst bei ihnen als wertvolle Person, mit der sie Zeit verbringen wollen.
Doch was, wenn man sich mal länger nicht gesehen hat?

Echte Freunde: Männer verzeihen Meldepause
Psychologin Altweger kennt noch einen letzten Unterschied zwischen Männer- und Frauenfreundschaften. Frauen finden zwar schnelle neue Bekanntschaften; brauchen den regelmäßigen Kontakt. Männer tun sich beim Finden schwerer, doch sie verzeihen einander, wenn man mal länger nichts von einander hört. Also kann man(n) sich auch ruhig mal trauen, bei einem Kumpel anzurufen, wenn man sich länger mal nicht gemeldet hat. Denn er wird es wahrscheinlich nicht besonders eng sehen, sondern sich freuen von dir zu hören.